Bei der Installation der neuen Version „Corel PaintShop Pro X4“ taucht ein Versprechen auf einem der wechselnden Bildschirme auf – das Beste! Die böse Überraschung folgte inmittelbar. Und ich war gleich zu Beginn nahe daran dieses „X4“ zurück zu geben. Dafür räumt einem Corel vollmundig dreißig Tage ein, falls man das Produkt im Internetshop von Corel erworben hat. Da ich die Box-Version 2 besaß, wegen des gedruckten, im eher lächerlichen „Handbuches“ für X2 mit rund 70 Seiten im Taschenbuchformat wenig Gegenwert erkennen konnte, nutzte ich dieses Mal den Download der Software. Obwohl Corels „PaintShop Pro X4“ noch unterhalb des Preises von Adobes „Photoshop Elements“ liegt, wird man beim Online-Direktkauf dahin geführt darüber gehend einzukaufen. Die Häkchen für alle Zusatzangebote müssen weg. - So war ich mit rund 70 Euro dabei (minus zwei Cent).
Allerdings, die Testversion (30 Tage) hatte ich bereits kopfschütteln zur Kenntnis genommen. Der in X4 nun dreiteilige Aufbau der Software lief gar nicht rund. Das schien mir zuerst eine „Eigenheit“ dieser Testversion zu sein. Zu diesem Zeitpunkt war meine Meinung über Corel und zu PaintShotoPro (kurz PSP) geprägt von den langjährigen positiven Erfahrungen mit der Version X2, eine Bildbearbeitung die einige internationale Anerkennung fand. Doch nun sollte alles noch schneller und noch besser gehen – in der Werbung von Corel, nicht auf meinem Rechner.
Der nun erste Teil von PaintPhotoPro X4, der „Verwalter“, startete in meiner ersten Testphase gar nicht, beim zweiten neuen Modul, „Anpassen“, erschien zwar die Oberfläche, jedoch ließen sich viele Funktionen nicht nutzen. Einzig das mir vertraute, unverändert erscheinende Modul unter dem Reiter „Bearbeiten“ schien als altbekanntes Programmteil so zu funktionieren, wie es sollte. - Bis ich eine RAW-Datei importierte. Dann hatte ich es mit doppelten Fenstern zu tun. Siehe dieses Bild:

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Der altbekannte Raw-Konverter war unverändert gegenüber der Version 2, funktionierte auch, bot aber keine Bildvorschau, dieses Nebeneinander von Ursprungsbild und Bearbeitung, das oberhalb der Regler aus X2 vertraut war.

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In Version 2 funktionierte das noch. - Man braucht diese zwei Fenster, um in diesem RAW-Konverter beliebig viele Markierungen setzen zu können, die jene Bereiche festlegen, die als neutrales Grau, Schwarz oder Weiß dargestellt werden sollen.
Die Version 14.105 war auf meinem PC. (Der Servicepack 1 ist darin enthalten.) Sollte ich X4 zurückgeben und die zuverlässig laufende Version X2 nutzen? In X2 hatte ich den lästigen Verwalter, der so ähnlich wie bei Googles Picasa sucht und dies in Bereichen der Festplatte, die gar keine meiner Bilder enthalten, da sie auf einer speraten Partitionen abgelegt sind. Zudem nutze ich eine Bildverwaltung, die zugleich mein RAW-Konverter der ersten Wahl ist, da damit fast alle Aufgaben zufriedenstellend erledigt werden können. - Und schnell geht es damit.
Gerne wäre ich zu meinem parallel installiertes X2 zurück gekehrt. Diese war nach der Installation von X4 nicht mehr zu starten!
Um es kurz zu machen, von der neuen und angeblich viel schnelleren und besten Version hatte ich gleich zu Beginn einen zweifelhaften Eindruck. Nachdem ich das Projekt „X4“ mehr als eine Woche vor mir hergeschoben hatte deinstallierte ich „PaintShopPro X4“ und installierte neu. Das Ergebnis: nichts hatte sich geändert. Es gab nur einen weiteren eigenartigen Bildschirm, bei dem das Programm sich aufhängte:

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Allerdings, Corels PSP, wie schon die Vorgängerversion, gräbt sich mit einem speziellen Programm zur Überwachung der Lizenzsierung in die Registry-Datenbank, „Protexis“ benannt. (Das Programm muss zusammen mit Windows starten. Man darf dies nicht verhindern, z.B. in „Systemsteuerung/ Systenkonfiguration/ Systemstart/“, den Start beim Hochfahren des Rechners unterbinden.)
Also, noch ein letzter Versuch, weil ich Corel nach so vielen Jahren nicht leichthin verwerfen mag - Ich räumte von Hand die Registry aus, entfernte alles was Corel, Ulead und Protexis hieß. Nach erneutem Hochfahren des Systems installierte ich PantShopPro X4. - Und wie ein Wunder, die Testversion lief, installierte den Servicepack 1, nachdem diese Version erneut in meinem Account registierte war Erleichterung und Vorfreude. Nun brauchte nur noch die mir per E-Mail übersandte Codierung einzugebenn und da war sie, die Vollversion, die tatsächlich in allen Funktionen lief und keine Bilddarstellungsfehler zeigte und nicht zeigen würde. Corel neues PhotoShopPro X4 (kurz PSP) läuft seither stabil.
Waren damit alle Probleme vom Tisch? Oh nein, jetzt ging es mit den „Haken und Ösen“ erst richtig los. Doch so weit gekommen mache ich weiter, dokumentiere einige Bildschirmansichten, die ich hier zeige.
Bei Problemem nach Hilfen über das Internet suchen? - Haben Sie schon mal versucht in endlosen FAQs eine Lösung ihr Problem zu finden? Nach zehn Minuten ist man seinem Problem noch keinen Schritt näher gekommen. Und so meide ich, aus früheren Erfahrungen mit Corel, diesen Weg, fresse mich nicht durch einen Haufen nutzloser, weil für mich nicht zutreffende Fallbeschreibungen. (FAQs scheinen woanders auch nicht besser zu sein.)
Besonders sinnfrei „hilft“ der neue „Corel Guide“. Dies Fenster lässt sich oben rechts auf der Arbeitsoberfläche aufrufen – und ist rekursiv. Das aufgerufene Fenster verweist auf das Symbol und dieses öffnet das Fenster. Hier stellt sich nicht mehr die Frage: was haben die Programmierer sich dabei gedacht. Haben die hier ihren Blackout-Tag genommen, der zudem den Servicepack 1 unverändert überstand, weil man das so witzig fand?

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Von der versprochenen Schnelligkeit habe ich weiterhin einen gemischtes Eindruck. Einerseits kenne ich Version 3 nicht. - Sie schien mir zu wenig Neuerungen zu haben, als das mich diese Version interessiert hätte. Im zentralen Element „Bearbeiten“, das ist der Programmteil der „PaintShop ProPhoto X2“ so bekannt machte und viele Kunden zu Corel brachte, hat sich nach meinem subjektiven Eindruck bei der Geschwindigkeit mit PSP nicht viel getan. Wenn etwas schneller wurde, dann ist es mein neuerer Rechner.
Trotzdem, beim neuen Modul „Anpassen“ sollte man die wahre Geschwindigkeit gut erfassen können, unabhängig von fehlenden Erfahrungen mit der früheren Versionen X3, arbeitet doch hierbei alles in 16 Bit. Doch im Vergleich zu meinem gekauften RAW-Konverter erlebe ich da keinen Unterschied – was kein schlechtes Zeichen ist.
Deutlich anders als bei Corels X2 Bildbearbeitung – es gibt neben X4 noch abgespeckte Programme – kann ich wenig Neues am zentralem und an der Oberfläche weitgegend unveränderten Modul „Bearbeiten“ von X4 entdecken – wovon ich weiter unten berichte –, außer von vielen „Nickligkeiten“, das sind jene angesprochenen und noch folgenden „Haken und Ösen“, die einem den Umgang mit PSP verleiden können, zumindest recht lästig und störend sind.
Beispiel: Fasst man mit der Maus einen der Regler unter dem neuen Bereich „Anpassen“ an, bleibt beim Verziehen nur kurz stehen, man möchte (siehe Bild unten) den Regler eigentlich nur nach z.B. den Wert 4 verstellen, stoppt allerdings beim Wert 3, schon fängt das Programm an zu arbeiten, wie am blauen Fortschrittsbalken unten zu sehen ist. Derweil geht nichts mehr und schnell ist das auch nicht. Es vergehen etwa 4 Sekunden. (Zeit genug zum Überlegen, ob ein Screendump die Prozedur visualisieren kann.)

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Mehr als lästig: Man kann über die Oben-Unten Buttons, wegen des sofortigen Starts der Software, zu einen bestimmten Wert nicht hinklicken, weil man bis zu diesem, zumindest auf diesem Weg, nicht kommt, ohne vom Programm unterbrochen zu werden, mit entsprechend nutzlosen Pausen.
Liebe Programmierer bei Corel: schnelles Arbeiten hat auch mit einer durchdachten Programmierung zu tun. (Und überhaupt, wo waren die Beta-Tester für dieses Programm? Oder vertue ich mich, und ich selbst bin – wie alle anderen Käufer – damit gemeint?
Am Screendump sieht man was passiert, wenn PSP an die Arbeit geht. Das Bild wird während der Zeit verpixelt , glättet sich unittelbar nach der Neubearbeitung. Zumindest das ist schnell.
Schnell ist relativ. „Corel PaintShopPro X4“ ist aus einem urspünglich für komplexe Bildbearbeitungen geschaffen Programm entstanden, jetzt um zwei neue Module erweitert. Wobei, das erste Modul, der „Verwalter“, der ist als Palette in der Version X2 bereits enthalten und taucht auch als Palette im dritten Modul „Bearbeiten“ unverändert wieder auf. X4 ist nicht schneller als sein großer US-Konkurrenz. (JPEGs drehen, die Helligkeit bearbeiten, Ausschnitte festlegen und ähnliches, das können alle Programme sehr schnell erledigen. Bei RAW-Daten kochen dann aber alle mit Wasser, auch bei Corel.)
Wie kann Corel Bilder verwalten? Das Suchen und Darstellen ist kein Problem. Das Öffnen von Bildern geht fix und zudem mit Farbmanagement, auch mit 16bit-Farbtiefe. So etwas sollte heutzutage selbstverständlich sein, sofern eine Bildverwaltung ernst genommen werden soll. Was zum Verwalten ebenso gehört, dass ist die Eingabe von Daten und Fakten, zum Beispiel über Aufnahmesituation und Copyright oder bestimmten Nutzungsbeschränkungen. Doch im Modul „Verwalter“, darin kann man nur Daten in die Datenbak des Programms eintragen, nicht jedoch in EXIF oder IPTC. Ein eigenartiger „Verwalter“ ist das, der eher nichts verwaltet. Denn wenn man es probiert erschient ein kleines Fenster das eine Auswahl bietet, wie das Fenster von EXIF oder IPTC erscheinen soll, siehe den Sccreendump.

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Erst im altbekannten Modul „Bearbeiten“ kann man über den blauen i-Button auf EXIF und IPTC zugreifen und darin zusätzlich jene Daten unterbringen, die bei der Weitergabe von Bilder eingebettet bleiben, sofern man dies nicht verhindert.
Bei solch widersprüchlichen Eindrücken stellt sich die Frage: ist „Corel PaintShopPro X4“ irgendwie „professionell“. Was den Bereich „Bearbeiten“ betrifft, daran hat sich glücklicherweise nur wenig verändert, kann anspruchsvolle Aufgaben wahrnehmen. Allerdings ist der erste Eindruck der neuen Oberfläche: Die Icons sind schrecklich verspielt bunt! Und loswerden kann ma diese quietsche-bunten Icons nicht. (Geht doch -siehe meinen Nachtrag 2.) Jedoch, weiterhin lässt sich die Oberfläche von Schwarz in Grauwerte verändern – wie in meinen Bildbeispielen zu sehen ist, womit ein farbrichtigerer Bildeindruck entsteht. Weiterhin und gewohnt arbeiten fast alle Filter/Werkzeuge in einer Farbtiefe von 16bit. Man kann dies leicht überprüfen, wenn man fünfstellige Zahlenwerte des Farbpickers liest, vorab der entsprechden Farbraum eingestellt ist, wie unten im Bild. Hier wurden die Farbwerte des Farbwerten des Himmels markiert, der bei dieser Kamera – aber nicht nur dieser – in PSP wie auch der Vorgängerversion immer unnatürlich wirkt. (Natürliche Himmelsfarben sind kein Stärke von PSP. Dafür kommen andere Farben wie von Corel gewohnt sehr natürlich, jenes häufig auftretende, völlig übertrieben gesättigte, “digitale” Grün. Abweichende Farben findet sich bei PSP erfreulicherweise nur bei nicht stark gesättigten Himmelsfarben.)

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Warum zusätzlich zum Modul „Anpassen“ der altvertraute und doch etwas angestaubte, weil in den Funktionen eingeschränkte „RAW-Konverter“ im Modul „Bearbeiten“ geblieben ist, obwohl das neue „Anpassen“ diese Arbeit leichthin und weitaus besser erledigen kann-könnte-wenn, ist mir ein Rätsel, das wohl nur die Leute von Corel klären können.
Aufklärung über die neuen Filter in PSP erhält man in dem nun über 200 Seiten starken Handbuch leider nicht. Die Filter „Lokales Tonmapping“ und „Resonanz“ sucht man vergebens. Zum eindeutig schlechten, weil überflüssig für alle Einsteiger in das Programm, wurde die Palette „Lernstudio“ verändert. In der Version von X2 war das “Lernstudio” kontextsensitiv. Das hieß, wenn diese Palette auf der Arbeitsoberfläche aktivierte war, dann wurde zu jedem angeklickten Filter/Werkzeug ein Hinweistext zur Funktion und Anwendung ausgegeben. Gerade für Einsteiger und für Zeitgenossen wie mich, die nicht jeden Tag, wenn nötig dann jedoch stundenlang ein Bild bearbeiten, ermöglichte das alte „Lernstudion“ ein schnelles Hineinfinden in selten gebrauchte Filter und ihre Anwendung. Nun erfährt man nicht mehr als in der Online-Hilfe, die unter anderem im Handbuch sucht und dessen Seiten sichtbar macht.
Es bleibt dem Neueinsteiger zum Kennenlernen von PSP unter anderem dieses Handbuch. Es ist wie üblich aufgebaut, was meint, das es frei von jeglicher praktischen Didaktik ist und zum Nachschlagen, schon wegen eines immens „löchrigen“ Index zu nichts taugt, auch und obwohl man man es während der Arbeit Online aufrufen kann. Die unter „Vimeo“ abgelegten, derzeit 66 Videos, sind kaum der Rede wert. Unter den vielen Sprachen, von japanisch, über russisch, italinisch bis kroatisch, findet sich unter anderem auch ein mit „DE“ gekennzeichnetes kleines Video zu „Photo Blend“. Und wie der Titel verrät, es ist in Englisch und für meinen Geschmack ein Gimmick, für Dummies, die trotzdem „Bildbeabeitung“ können sollen wollen.
Wirklich neu benannte Filter finden sich in „Anpassen“ und in jenem Modul, weswegen man PSP kaufen sollte, in „Bearbeiten“. Allerdings gibt es keinerlei Hinweise zu den Filten, etwa zu „Resonanz“, nur dieses Fenster. Es erscheint, wenn die Hilfe-Funktion direkt im Fenster des Filter ausgerufen wird und verweist auf einen alten, wohl überholten Text.

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Allerdings, wenn man die entsprechende Funktion ausführt, dann kann man einen Eindruck von den Möglichkeiten erhalten, siehe unten die beiden Bilder, ohne und mit „Resonanz“. Im zweiten Bild „Resonanz“ weisen mehrere kleine gelbe Pfleile hin auf die farblichen Veränderungen und damit auf die Wirkung des Filter, das ich im Sinne des Bildes nur mit kleinen Werten anwandte, was selbst in sRGB sichtbar wird.

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Ebenso findet sich keine echte Hilfe bei „Lokales Tonmapping“, bei der sich gleich zwei Seiten auftun, die beide dieses mehrere Funktionen zusammen fassende Filter nicht erklären können, weil es darin nichts über okales Tonmapping zu lesen gibt.

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Und was macht das Filter? Hier zwei Beispielbilder zu Tonmapping. Im Vergleich wird die Veränderung sichtbar, oben ohne und darunter mit Tonmapping bei kleinen Werten.

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Während das Filter „Resonanz“ im Pulldownmenü „Farbton und Sättigung“ zugeordnet ist, wird „Lokales Tonmapping“ zu „Helligkeit und Kontrast“ geordnet. Das sagt einiges über die dahinter stehenden komplexen Funktionen, die sonst nur über Änderungen der Kurven in den Farbkanälen oder an der Gradationskurve erreicht werden könnten.
Diese Filter finden sich bereits in „Anpassen“. Ebenso sind „Fülllicht und Klarheit“ da und dort doppelt im Gesamt-Programm.
Irgendwie fühlte ich mich bei PSP X4 eingeladen den „Verwalter“ und den Bereich „Anpassen“ links liegen zu lassen, sogleich mit dem vertrauten „Bearbeiten“ das Programm zu starten. Das geht auch, lässt sich unter „Einstellungen“ sogar festlegen. Das ist genau das was ich bisher auch tat: im externen RAW-Konverter meine Bilder aufbereiten, Daten für die Ablage bearbeiten und ein 16-bit TIF abspeichern, das ich dann in X2 öffnete. Abgesehen vom Hochpass-Schärfen, was mein RAW-Konverter nicht kann und in X2 enthalten ist, brauche ich die neuen Filter von X4? Nun, sie sind effektiv und bequem. Von Hand in den Kurveneinstellungen die passenden Werte zu ermitteln, das dauert erheblich länger und ist zudem eine Vorgehensweise, die sehr anfällig bleibt für Missergebnisse.
Erwähnenswert: So sehr, wie oben beschrieben, die Regler in „Anpassen“ nicht zur direkten Eingabe geeignet sind, so einwandfrei funktionieren diese unter „Bearbeiten“. (Offensichtlich ließen die „alten“ Programmierer etwa 500 Millisekunden an Pufferzeit vergehen, bevor eine Aktion ausgeführt wird. Damit funktioniert das Hoch- und Runterklicken von Zahlwerten bis hin zum gewünschten selbst an den neuen Filtern problemlos – geht doch. Warum nicht im neuen Modul „Anpassen“?
Zu den neuen Funktionen in „Bearbeiten“ gehört auch „Objektextrahierung“ und „Schärfentiefe“. Während ersteres ein gelegentlich brauchbares Filter sein kann gehört letzteres, für mich, auf die Spielwiese. - Es passt zur Anmutung den quietche-bunten Icons.
Fehlerhaft waren schon in der alten Version X2 die Filter „Umfärben“ und „Füllen“. Das bleibt in der neuen Version von PSP genau so. Die vorgegeben Werte haben gar nichts bis wenig mit den Ergebnissen zu tun. Siehe unten die Bilder zu „Umfärben“ und „Füllen. Darin sind die ausgewählten Zielfarben und die Ergebnisse markiert. Zudem fehlt in X4 die alte Farbpalette mit den sRGB-Paletten-Farben, zur Schnellauswahl. Denn so wie jetzt sind die Füllwerte mit den Konturwerten überhaupt nicht identisch anzulegen, es entsteht immer ein abweichender Rand.

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Rückblickend habe ich mich über diese Version von PSP X4 deutlich mehr geärgert, denn gefreut. Und nützlich ist das neue Gesamtpaket eher eingeschränkt, für mich bringt es nichts wesentliches mit. Insgesamt kann man „Corel PaintShopPro X4“ bescheinigen das der gute Kern, das Modul „Bearbeiten“, weitgehend bewahrt blieb vor spieltriebigen Programmierern. Während der „Verwalter“ so eingeschränkt nützlich ist wie bei allen nicht dezidiert als Medien-Datenbank arbeiten Programmen. Das Modul „Anpassen“ könnte den alten RAW-Konverter in „Bearbeiten“ leichthin ersetzen, wenn dessen Funktionalität verbessert würde.
Hat das neue PSP einen Nutzen? - Dem Einsteiger eröffnet es die kompexe Welt der Bildbeabeitung und bietet einen leicht verständlichen Einblick in die Bildverwaltung und die RAW-Bildbearbeitung. Allerdings, die meisten neuen Funktionen sind unausgereift, weil zumeist nervig in der Anwendung. Zudem weiss man nie was das neue X4 außerhalb des Modus „Bearbeiten“ macht oder tat. Leider gibt es in „Anpassen“ keine sichtbaren Verlaufs-Palette. Die Regler stellen sich einfach von selbst auf den Ausgangswert „0“ wieder zurück, sobald ein neues Filter benutzt wird. Somit ist ein Rückgängig machen nur über einen „Zurück-Button“ möglich. Doch damit wird auch alles Bisherige verändert, bis man wieder auf Anfang steht. Ein richtiger (käuflicher) Raw-Konverter kann das deutlich besser – und nur das ist professionell. Nervig auch das der Regler für „Hochpass-Schärfen“ im Modul „Anwenden“ sich nicht die letzte Einstellung merkt und immer mit dem Wert 10 startet, der für mich meist gänzlich falsch ist, so auch noch den falschen, ersten Eindruck vom Bild vermittelt. „0“ wäre die bessere Basis.
Wie schon oben erwähnt: „Corel PaintShop ProX4“ stürzte seither, außer bei der ersten, irgendwie verunglückten Installation, vieleicht wegen der alten Version und im Zusammenhang mit “Protexis”, nicht mehr ab. Es zeigten sich, abgesehen von den beschriebenen Unzuläglichkeiten, keinerlei Instabilitäten, weder bei der Geschwindigkeit noch beim Bildaufbau.
An dieser Stelle – aufmerksame Leser haben es bemerkt, habe ich über die zwei Wochen des Testens den Monitor gewechselt, was am geänderten Seitenverhältnis deutlich sichtbar ist. Zudem fing ich auch öfter neu an mit dem Programm mich vertraut zu machen, so das die Bearbeitungsschritte in den Bildbeispielen nicht durchgängig sind.
Zum Schluss das vorläufige Endergebnis des Fassaden-Bildes.

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Insbesondere für diese hier sichtbaren Bearbeitungsschritte nutze ich Corels Bildbearbeitung. Man sieht in der Bildmitte, direkt unterhalb des Daches auf der blauen Farbe den deutlich verminderten Lichtreflex, der auf den anderen Bildern noch fast rechteckig hervor tritt. Kritische Seher werden bemerken das die helle Fassade rechts leicht verändert wurde, da dies meinem Eindruck bei der Aufnahme näher kommt.
Nun ja, ich werde versuchen PSP zurück zu geben. Ein intensiver Blick in die Supportseiten von Corel lässt erkennen dass dabei einige Stolpersteine zu überwinden sind. - Corel rät diesen Weg über den Support sich zu erleichtern, indem man einen zusätzlichen Supportdienst kauft, ein Dienst für über 12 Euro! - Das also ist die neue und „bessere“ Welt von Corel. (Vor einigen Jahren bestand der Support für Deutschland aus einer Telefonnummer, die zu über die Jahre sehr genervten privaten Telefon-Anschlussbesitzern in den neuen Bundesländern führte. Wenigsten dies ist seit meinem damaligen Blogbeitrag beendet. - Vielleicht geschieht nach diesem Beitrag auch etwas positives.
© 2012 Adrian Ahlhaus. Alle Rechte beim Autor.
Nachtrag am 14.02.2012 um 00:32 Uhr: Die Rückgabe ist vertrackt und letztlich unmöglich. Der Weg geht über die Anmeldung, dort erhält man eine PIN. Es findet sich nach einigem Suchen eine Seite auf der steht in fetter blauer Schrift der Link “Rückgabe eines Produkts”. Für die notwendige RAM-Nummer soll der Kundendienst kontaktiert werden. Der Link führt zur einer Seite die darauf hinweist das für Deutschland gilt: Unterstützung online. Dieser Link führt letztlich ins Aus, zur “Wissensdatenbank”. Ganz unten der Link und hier wörtlich wie es dort steht: “wenden Sie sich am Supportdienst”. Der Link von “Selbshilfesupport” ist eine öffentliche zugängliche Seite die man unter “Support/Kontaktausnahme mit unserem Garantie-Support” erreicht” und führt zur “Wissensdatenbak” zurück, alle anderen Links führen zu gänzlich anderen Anfragen. - Also schreibe ich jetzt eine E-Mail mit dem Link zu diesem Blog.
Nachtrag 2: Zur Bedienung. Habe durch Ausprobieren einen Weg gefunden diese bunten Icon abzuschalten. Mit rechtem Mausklick in die Arbeitsoberfläche im Modul “Bearbeiten” geklickt, dann öffnet sich ein Fenster, darin u.a. “Anpassen”, worin ein weiteres Fenster mit mehreren Optionen/Reitern öffnet. Unter dem dortigen Reiter “Optionen” lassen sich die Icon verkleinern und/oder in Grau darstellen.- Ein Hinweis auf diese Möglichkeit ließ sich im Handbuch nicht finden.